{"id":228,"date":"2014-03-13T00:00:00","date_gmt":"2014-03-13T00:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.cahokia.de\/uncategorized\/luna-oder-was-macht-eine-reitschule-mit-einem-pferd-was-nicht-zu-reiten-ist\/"},"modified":"2014-03-13T00:00:00","modified_gmt":"2014-03-13T00:00:00","slug":"luna-oder-was-macht-eine-reitschule-mit-einem-pferd-was-nicht-zu-reiten-ist","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.cahokia.de\/home\/reiners-cahokia-blog\/luna-oder-was-macht-eine-reitschule-mit-einem-pferd-was-nicht-zu-reiten-ist\/","title":{"rendered":"Luna &#8211; oder was macht eine Reitschule mit einem Pferd, was nicht zu reiten ist?"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/blog.oley-iiv.de\/?attachment_id=301\" rel=\"attachment wp-att-301\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-301\" alt=\"LunaDaniRitt\" src=\"http:\/\/blog.oley-iiv.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/LunaDaniRitt-300x225.jpg\" width=\"300\" height=\"225\" \/><\/a>Eine kleine Story \u00fcber eines unserer Pferde &#8211; Luna, eine Stute, die heute ca. 10 Jahre alt ist und nun zwei Jahre bei uns ist. Die Vorgeschichte kennen wir nur bruchst\u00fcckhaft und aus \u00fcberlieferten Erz\u00e4hlungen der letzten Besitzer.<\/p>\n<p>Aber irgendwas, sagen wir mal vorsichtig, Merkw\u00fcrdiges mu\u00df die ersten Jahre dieses Ponies gepr\u00e4gt haben &#8211; und darauf hin kamen noch einige Dinge hinzu. Die Geschichte in ihrem aktuellen Status.<\/p>\n<p>Die vorletzte Besitzerin berichtete anl\u00e4sslich eines Lehrganges von einem Pferd, dass bei ihr in der Reitschule nicht reitbar war und somit keine Verwendung fand &#8211; um das Pferd nicht nur umherstehen zu lassen, fragte sie, ob wir nicht eine M\u00f6glichkeit s\u00e4hen, dem Pony eine Zukunft geben zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Mehrere Eigenarten pr\u00e4gten Luna`s Verhalten &#8211; sie konnte keinen Sattel tragen, erst recht keinen Reiter. Panische Angstattacken mit f\u00fcr Pferd und Mensch lebensgef\u00e4hrlichen Ausbr\u00fcchen waren typisch. Als das Pony das letzte Mal auf den H\u00e4nger gebracht wurde, ging das angeblich nur mit verbundenen Augen. EIne Methode, die mit Sicherheit nicht als geeignet anzusehen ist. W\u00e4hrend der Ausbildungsversuche, mit dem Pony reiten zu k\u00f6nnen, gab es einen Unfall, in dessen Folge Luna sich sehr schwer verletzte und mehrere Wochen in der Klinik zubringen mu\u00dfte.<\/p>\n<p>Folge waren traumatische Verhaltensweisen, die nicht nur das Reiten, sondern selbst das Satteln unm\u00f6glich machten. An ein Reiten mit einem an sich sehr netten Pony war also nicht zu denken. Wof\u00fcr entschieden wir uns?<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst gingen wir den f\u00fcr uns einfachen Weg &#8211; eine Reitsch\u00fclerin, die bereits viele Jahre bei uns reitet, interessierte sich f\u00fcr ein eigenes Pferd. Somit einigten wir uns mit ihr, bei der Ausbildung zu helfen. Allerdings erwies sich die Aufgabe als zu aufwendig &#8211; es h\u00e4tte sehr lange gedauert, bis unsere Reitsch\u00fclerin mit dem Pferd h\u00e4tte reiten k\u00f6nnen. Somit \u00fcbernahmen wir es selbst im Tausch gegen ein &#8222;fertiges&#8220; Pony und starteten selbst mit der Ausbildung.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich gingen auch wir zun\u00e4chst daran zu testen, was genau die Panikattacken des Pferdes ausl\u00f6ste und welche Ans\u00e4tze erfolgversprechend sein k\u00f6nnen, das Vertrauen in den Reiter wiederzugewinnen. Der Ansatz unserer Wahl bestand darin, einfach von vorn anzufangen, als h\u00e4tte noch nie jemand auf dem Pony gesessen. Also ging es los mit der Tippeltappeltour der Bodenarbeit, allen \u00dcbungen der Vertrauensbildung und der Gymnastizierung. Die ersten Erfolge stellten sich \u00fcberraschend schnell ein &#8211; leider unterlief uns dann ein Fehler, mit dem wir nicht rechnen konnten.<\/p>\n<p>Eine Reitsch\u00fclerin fand Spass daran, uns bei der Ausbildung von Luna zu unterst\u00fctzen und wir vertrauten darauf, dass sie sorgsam mit dem Pony umgehen wird. Lange Zeit, gerade am Anfang, handelte sie unter unserer Aufsicht und Anleitung sehr erfolgreich. Zu diesem Zeitpunkt nicht ausreichend bewu\u00dft war uns die Tatsache, dass die Reitsch\u00fclerin eigene psychische Probleme hatte, die es ihr unm\u00f6glich machten, die notwendige Geduld aufzubringen.<\/p>\n<p>Aus dem daraus resultierenden Verhalten zerst\u00f6rte sie das m\u00fchsam aufgebaute Vertrauen mit einem Schlag. Zum Schutze des Pferdes mu\u00dften wir die Betreuung wieder in die eigenen H\u00e4nde nehmen und erneut mit dem Aufbau beginnen. Die wichtigste Lektion f\u00fcr Luna bestand erneut in der Vertrauensbildung.<\/p>\n<p>Seit diesem Zeitpunkt ist nun fast wieder ein Jahr Arbeit vor\u00fcber &#8211; und Luna ist immer noch kein Schulpferd. Die Traumata sitzen tief und fest &#8211; allerdings gibt es wieder Erfolge. Der letzte Erfolg, der uns sehr optimistisch stimmt, war uns in dieser Woche beschieden. EIne Reiterin konnte sich das erste Mal seit Jahren wieder auf den R\u00fccken des Ponies setzen. Der erste Versuch war noch mit F\u00fchrung, aber schon beim zweiten Probieren konnte sie die Z\u00fcgel wieder in die Hand nehmen. Zur Sicherheit begleitete eine andere Reiterin das Gespann vom Boden aus, aber es war der erste selbst\u00e4ndige, panikfreie Ritt seit dem Unfall vor vielen Jahren.<\/p>\n<p>Jetzt haben wir die Aufgabe, diesen Zustand zu stabilisieren, damit ein nachhaltiger vertrauensvoller Umgang mit Luna m\u00f6glich wird. Warum betreiben wir diesen Aufwand?<\/p>\n<p>Daf\u00fcr gibt es mehrere Gr\u00fcnde &#8211; am Anfang steht nat\u00fcrlich die Wertsch\u00e4tzung gegen\u00fcber dem Lebewesen. Aufgabe war, Traumata bei Luna zu \u00fcberwinden und Vertrauen zum Menschen wieder herzustellen. Sicher ist es auch eine Herausforderung, wenn wir am Ende Erfolg haben und wir ein Reitpony zur Verf\u00fcgung haben.<\/p>\n<p>Welchen Nutzen ziehen wir aber noch aus dieser Ausbildung des Pferdes? Es ist f\u00fcr unsere Reitsch\u00fcler ein lebendes Beispiel, welche Methoden und M\u00f6glichkeiten bei der Ausbildung eines wahrlich nicht einfachen Pferdes zum Einsatz kommen. Selbst ein noch so schwieriges Pferd kann man mit Behutsamkeit und Sorgfalt ausbilden &#8211; und unsere Reitsch\u00fcler k\u00f6nnen jeden Schritt verfolgen. So gibt es viele Lehrstunden in der Pferdeausbildung.<\/p>\n<p>Der kommerzielle Aspekt kann bei einem Pferd wie Luna sicher weniger positiv betrachtet werden &#8211; im Moment wissen wir noch nicht, ob einmal ein &#8222;Schulpferd&#8220; rauskommt. Massgebend ist daf\u00fcr ein hohes Ma\u00df an Verl\u00e4sslichkeit, dass wir gem\u00e4\u00df selbst gestellter Anspr\u00fcche noch nicht garantieren k\u00f6nnen. Aber mit dem heutigen Stand sind wir sehr optimistisch, zumindest ein Reitbeteiligungspferd haben zu k\u00f6nnen. Die passende Reitbeteiligung bleibt noch zu finden, im Augenblick k\u00fcmmern sich zwei Reiterinnen um den weiteren Fortschritt. Beide werden das auch in Zukunft tun, aber als Reiterinnen auf Dauer sind beide schon zu gro\u00df. Aber alles der Reihe nach.<\/p>\n<p>Soweit der Stand zum heutigen Tage &#8211; und eine Erkl\u00e4rung daf\u00fcr, warum wir uns \u00fcber diesen kleinen\/gro\u00dfen erreichten Fortschritt so freuen.<\/p>\n<p><a title=\"Cahokia Reitschule Reiner Oley\" href=\"http:\/\/www.cahokia-reitschule.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">www.cahokia-reitschule.de<\/a><br \/>\n<a title=\"Facebook Fanpage Cahokia Reitschule Reiner Oley\" href=\"https:\/\/www.facebook.com\/Cahokia.Reitschule\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Facebook Fanpage Cahokia Reitschule Reiner Oley<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine kleine Story \u00fcber eines unserer Pferde &#8211; Luna, eine Stute, die heute ca. 10 Jahre alt ist und nun zwei Jahre bei uns ist. Die Vorgeschichte kennen wir nur bruchst\u00fcckhaft und aus \u00fcberlieferten Erz\u00e4hlungen der letzten Besitzer. 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